Fichtenharz frisch aus dem Wald

Die Fichte ist eine weit verbreitete und lang überlieferte Heilpflanze.

Sprossen, Nadeln und Harz wurden und werden bei verschiedenen Krankheiten angewendet. Die Wirkstoffe des Baumes, vor allem die ätherischen Öle, können bei Atemwegserkrankungen, Rheuma, Muskel- und Nervenschmerzen sehr hilfreich sein. Der immergrüne Baum kann eine Wuchshöhe von 40 Metern und ein Alter von bis zu 600 Jahren erreichen. Ich liebe die Fichte, weil sie uns auch im Winter mit ihren Heilkräften zur Seite steht. Bei uns im Wald gibt es einige verletzte Bäume...Hier und nur hier sammle ich den klebrigen und aromatischen Harz. Am Besten geht das mit einem Messer und mit einem Bienenwachstuch als Transportmittel. Natürlich sollte man dem Baum beim Ernten keine neue Wunde zufügen!


Harz ist das Blut des Baumes, es verschließt und heilt Wunden in der Rinde von Ast und Stamm. Im Winter kann man es besonders gut ernten, da es temperaturbedingt nicht klebt und schön hart ist. So wird es einfach mit einem Messer abgeknipst und in einem Beutel oder einem Blatt transportiert.

Fichtenharz wird in der Volksmedizin zum Räuchern und Verarbeiten in Salben verwandt. Es ist gut für die Atemwege und verbessert das Raumklima. Zum Verarbeiten in Salben muss es zuvor gereinigt werden.


Räuchern mit Fichtenharz

für gute Luft und freien Atem

Zutaten:

Räucherkohle

feuerfeste Schale

evt. eine Feder zum Anfächern

Fichtenharz

So wird’s gemacht:

Räucherkohle anzünden und durchglühen lassen, bis sie rundherum weiß ist. Erst dann wenige Harzstücke nacheinander in die Mitte der Kohle legen und verglimmen lassen. Bei Bedarf mit der Feder anfächern.

Zum Räuchern kann das gesammelte Harz ohne weitere Vorbereitung genommen werden. Die darin enthaltenen Baumstückchen und Nadeln stören hierbei nicht.

Anwendung

Bei „schlechter Luft“ verschiedenster Art. Fichtenharz wurde in der Volksmedizin zum Räuchern von Krankenzimmern genutzt. Man sagt ihm eine viren- und bakterienneutralisierende Wirkung nach. Auch bei schlechter Stimmung und verbrauchter Energie lohnt sich eine Räucherung mit Fichtenharz. Nach dem Räuchern ausgiebig lüften.

Mehr Rezepte und Ideen findest du in meiner Rubrik "Katjas Natur-Apotheke" in der aktuellen GartenFlora:



 

grün & kreativ by Katja - Kontakt: Katja@gruenundkreativ.de

 

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