Grundrezepte - für die Heilkräuterküche

Für jedes Zipperlein ist ein Kraut gewachsen. Mal brauchst du die Wurzel, mal die Blüten, einige Blätter oder Samen. Manchmal benötigst du eine Tinktur, dann wiederum eine Salbe oder einen Tee. Der genaue Einsatz der Pflanzen ist sehr speziell, es gibt persönliche Lieblingspflanzen und ständig lernt man etwas hinzu. 

Die Grundrezepte sind jedoch fast immer gleich - hier findest du eine Übersicht über gängige Grundrezepte. 

Falls du so wie ich lieber praktisch lernst, dann melde Dich einfach zu einem Workshop an. In der "kleinen Hexenküche" lernst du spezielle Wildkräuter und Heilpflanzen kennen und lernst praktisch, wie du Tinkturen ansetzt, Salben herstellst, Crèmes rührst und sogar spezielles Pflanzenwasser destillierst.

Tinkturen

Ölauszüge

Zutaten für ca. 200 ml heilkräftigen Ölauszug

220 ml Basisöl, geeignet sind z.B. Biodistelöl und Rapsöl.

Falls der Ölauszug als Fettphase für eine Creme verwendet werden soll, eignen sich auch hochwertigere Öle, wie z.B. Mandelöl oder Traubenkernöl.

Olivenöl und Sonnenblumenöl können auch verwendet werden, mir haben sie zu viel Eigengeruch, daher verwende ich sie nicht.

Salben

Zutaten für 200 ml Salbe:

200 ml Heilkräuterölauszug

22 - 26 g Biobienenwachs

Ölauszug im Wasserbad erwärmen, Wachs hinzu geben und bis zum Auflösen rühren. In einen Tiegel füllen und erkalten lassen.  

Tinkturen sind in Alkohol ausgezogene Wirkstoffe der Pflanzen. Tinkturen können je nach Pflanze und Absicht entweder äußerlich und/ oder innerlich verdünnt angewendet werden. 

Es gibt verschiedene Meinungen, Theorien und Methoden, um Tinkturen anzusetzen. 

Unterschiede in den Auffassungen gibt es im Alkoholwert und in der Länge des Ausziehens. Außerdem über die Art des Ausziehens.

Ich selbst verwende mittlerweile ausschließlich 38 - 40% igen Alkohol, meistens ganz einfachen Korn oder Wodka. Dieser ist kostengünstig, ergiebig und "sauber", ich bin mit dem Ergebnis durchaus zufrieden!

Es gibt Angaben und Meinungen, dass Tinkturen spezieller Pflanzenteile verschiedene Alkoholwerte benötigen:

Für Blüten 38-40 %iger Alkohol

Für Blätter: 50 %-iger Alkohol

Für Wurzeln: 70 %-iger Alkohol

 

Ich kann mir vorstellen, dass es noch bessere Ergebnisse mit diesen hohen Alkoholwerten geben könnte, aber wie gesagt, bin ich mit meinen Tinkturen sehr zufrieden. Sie helfen und sind intensiv. 505- iger und 70%- iger Alkohol sind meiner Meinung nach extrem teuer, daher verwende ich sie nicht mehr.

Als Einwirkzeit wird je nach Rezept und Quelle eine Länge von 3-5 Tagen bis zu 4 Wochen angegeben. Traut eurer Intuition. Falls das Pflanzgut länger in der Tinktur verbleibt wird diese dadurch nicht schlecht werden!

Schütteln - Ich glaube hier sind sich alle einig: Tinkturen sollten täglich rhytmisch geschüttelt werden.

Ausziehort: Ich stelle meine Tinkturen zum Ausziehen ins Licht. Manche bevorzugen den Auszug im dunklen Kämmerlein.

Du siehst: So wie in fast jedem Bereich, gibt es auch hier die unterschiedlichsten Theorien. 

Meine Tinkturmethode:

Pflanzgut klein schneiden, locker ein Glas zur Hälfte füllen und dann ganz mit Korn oder Wodka auffüllen, Glas verschließen und auf die Fensterbank stellen. Täglich rhytmisch schütteln und ab und zu öffnen. Nach 1-4 Wochen durch ein Sieb filtern und in einer dunklen Flasche lagern.

Crèmes

Zutaten für ca. 250 ml Creme

60 g Heilpflanzen-Ölauszug

1 gestr. TL Sheabutter oder Kakaobutter

12 g Tegomuls

180 ml Heilpflanzenwasser oder Heilpflanzentee

10-20 Tropfen Heilpflanzentinktur

2-10 Tropfen ätherisches Öl

Ölphase und Wasserphase getrennt im Wasserbad erhitzen, in eine Schüssel geben und verrühren. Tinktur und ätherisches Öl hinzugeben und abfüllen

Wildkräuterhaus

D- 35321 Laubach 

 

Tel: 0049 (0)151 6343 9844

info@KatjavonLipinski.de

© 2020 Katja von Lipinski

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